Prävention Borrelien und Impfung FSME
Dr. Schwarzbach, der laborärztliche Leiter der BCA-clinic, setzt sich seit vielen Jahren für die Prävention und Aufklärung vor Zecken-übertragenen Erkrankungen ein. Seine Empfehlung ist, bei entfernten Zecken schnellstmöglich eine Testung auf Borrelien mittels PCR durchführen zu lassen.
Ganz besonders wichtig ist die fachgerechte Entfernung einer Zecke. Die Therapeuten in der BCA-clinic entfernen Zecken und beraten über die weiteren Verhaltens- und Vorgehensweisen sowie über die Bedeutsamkeit der Zeckentestung auf Borrelien und/oder FSME -Viren.
Falls der Befund einer Zeckentestung positive auf Borrelien oder Co-Erreger ist, kann eine vorbeugende antibiotische Behandlung (Prophylaxe) durchgeführt werden, im negativen Falle herrscht natürlich Erleichterung bei den Betroffenen.
Leider gibt es bislang keine präventive Impfung gegen Borrelien, sondern nur gegen FSME (siehe nachstehend).
- Feststellung, ob es sich bei der Zecke um eine Larve, Nymphe oder eine erwachsene Zecke handelt
- Wenn möglich ein digitales Foto von der Infektionsstelle machen (zur Dokumentation)
- Vorsichtiges Entfernen der Zecke mit einem geeignetem Werkzeug (z.B. mit einer Zeckenschlinge)
- Veranlassung einer PCR-Untersuchung der vollgesogenen Zecke auf Borrelien (Zeckentest). Eine Co-Infektion der Zecke mit FSME-Viren und Ehrlichien / Anaplasmen sollte mit überprüft werden. Nach drei Tagen sollte das Ergebnis der Untersuchung vorliegen.
- Bei positivem PCR-Ergebnis sollte ein Arzt aufgesucht werden und eine sofortige Antibiose eingeleitet werden.
- Der Patient sollte ein Tagebuch führen und auftretende körperliche Veränderungen sowie Beschwerden dokumentieren.
- Der behandelnde Arzt sollte ab dem 10. Tag nach dem Zeckenstich einen Borrelien-LTT veranlassen und hierfür Blut abnehmen. Ist das LTT-Ergebnis positiv, so sollte der Zeckenstich über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen antibiotisch behandelt werden.
- Sicherheitshalber sollte 4-6 Wochen nach dem Zeckenstich nochmals eine serologische Untersuchung durchgeführt werden (Antikörpertiter und Immunoblot). Im Fall schon früher statt gehabter Zeckenstiche kann aus forensischen Gründen eine sofortige serologische Bluttestung empfohlen werden.
Bei akuten neurologischen oder psychisch-kognitiven Störungen (Stadium II) empfehlen wir zusätzlich eine Nervenwasserentnahme (Liquorpunktion) sowie bei zentralnervösen Symptomen sogar eine Kernspin-Untersuchung mit Kontrastmittel von Schädel, Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule, um rechtzeitig entzündliche Borrelienherd-Befunde und Reizungen der Hirnhäute erkennen zu können.
Private FSME Impfstelle
Empfohlen wird auch eine präventive FSME-Schutzimpfung, die auch durch die Mediziner der Ärztlichen Partnerschaft erfolgen kann.
In diesem Punkt hat Österreich eine gewisse Vorbildfunktion. Dort ist es durch konsequente Durchimpfung der Bevölkerung gelungen, die FSME-Infektionen drastisch zu senken!
Die BCA-clinic will auf die enorme Bedeutung der FSME-Impfung nicht nur als „Reiseimpfung“ oder als generelle Schutzimpfung aufmerksam machen. Vielmehr soll durch gezielte Aufklärung und aktive Impfung das Risiko dieser teils schicksalhaft verlaufenden Erkrankung in der gesamten Bevölkerung minimiert werden.





